Hörfunk und Fernsehen in Berlin und Brandenburg (SATVISION)

21.12.2017

Studie zur wirtschaftlichen Lage des Rundfunks

Im Auftrag der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und weiterer Landesmedienanstalten wurde die Studie „Wirtschaftliche Lage des Rundfunks in Deutschland 2016/2017“ von der Beratungs- und Forschungsgruppe Goldmedia durchgeführt. Nun sind die Ergebnisse erschienen.

Die Studie liefert Daten zur Entwicklung der finanziellen Situation und Beschäftigungsstrukturen in der deutschen Rundfunkwirtschaft von 2015 bis 2017. Die wirtschaftliche Lage des Hörfunks und lokalen Fernsehens in der Hauptstadtregion wird in einem Länderkapitel der Studie dargestellt.

Privater Hörfunk in Berlin und Brandenburg

Insgesamt verzeichnete der private Hörfunk in Berlin und Brandenburg im Berichtszeitraum weiterhin schwarze Zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihr Kostendeckungsgrad jedoch um drei Prozentpunkte auf 108 Prozent gefallen, was in erster Linie auf höhere Personalausgaben zurückzuführen ist. Um die Herausforderungen der Digitalisierung aktiv gestalten zu können, beschäftigen die Hörfunk-Veranstalter inzwischen mehr Personal.

Die Personalausgaben sind 2016 bei allen Sendern im Vergleich zu 2014 gestiegen, besonders deutlich im landesweiten Hörfunk. Hier wuchsen sie von 13,2 auf 19,1 Mio. Euro (ein Plus von 44 Prozent). Die Ausgaben der Radioveranstalter sind im Jahr 2016 insgesamt um zwei Millionen Euro auf insgesamt 63,7 Mio. Euro gestiegen. Sie erreichten damit im Zehn-Jahres-Verlauf seit 2008 das mit Abstand höchste Niveau.

Darüber hinaus sind die Einnahmen der privaten Hörfunkanbieter der Region zuletzt kaum noch gestiegen. 88 Prozent der Erträge sind auf den Verkauf von UKW-Werbespotzeiten sowie auf Sponsoring zurückzuführen. Die Erlöse aus Online-Werbung lagen zuletzt nur bei rund einem Prozent des Gesamtertrags. Aus Sicht der befragten Hörfunk-Veranstalter wird Online-Werbung auf absehbare Zeit kein Ersatz für UKW-Werbung sein können.

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